Hinweise zum Dokumentieren von Hass
Hier findest du Informationen zur Sicherung von Beweisen digitaler Gewalt
Sichern von Beweisen
Beweissicherung bei digitaler Gewalt
Bei der Sicherung von Beweisen digitaler Gewalt ist es besonders wichtig, dass alles vollständig dokumentiert wird. Erkennbar sein müssen die Äußerung selbst, gegen wen sie sich richtet, wann sie verschickt bzw. veröffentlicht wurde (das Datum und die Uhrzeit müssen erkennbar sein) sowie der (User-)Name der mutmaßlichen Täterin oder des mutmaßlichen Täters. Außerdem sollte der Zusammenhang der Äußerung deutlich werden.
Wenn der Hasstext direkt auf einen Beitrag folgt, sollten beide Beiträge sichtbar sein.
Wurden dazwischen weitere Nachrichten ausgetauscht, ist es wichtig, den gesamten Verlauf mit Screenshots zu sichern.
Zusätzlich muss klar sein, gegen wen sich die Äußerung richtet und wann sie veröffentlicht wurde.
Schritte im Detail
1. Screenshots erstellen
Damit wir dich juristisch unterstützen können, benötigen wir einen Screenshot (Bildschirmfoto) des Vorfalls, zum Beispiel einer Nachricht, eines Kommentars, eines Fotos oder eines Videos.
Anleitungen zum Erstellen eines Screenshots findest du hier für
Achte darauf, dass der Screenshot alle notwendigen Informationen enthält (siehe oben: Beweissicherung bei digitaler Gewalt).
Das folgende Bild zeigt dir am Beispiel eines Facebook-Kommentars, welche Informationen notwendig sind.
Zudem ist es wichtig, einen weiteren Screenshot anzufertigen, der zeigt wann der Screenshot angefertigt wurde. Es reicht wenn Datum und Uhrzeit auf deinem Bildschirm zu sehen sind.
Am einfachsten geht das mit dem kostenlosen PlugIn Atomshot. Wie man Atomshot herunterlädt, kann man hier nachlesen. Eine Anleitung zur Nutzung von Atomshot gibt es hier. Wichtig: Atomshot funktioniert nur im Chrome Browser.
Youtube zeigt für die Kommentare keine exakte Zeitangabe an. Auf der Webseite www.hadzy.com kannst du dir das genaue Datum und die Uhrzeit anzeigen lassen. Kopiere hierfür die URL des Videos in das Suchfeld der Webseite und klicke auf “Load Data”. Anschließend klickst du auf “View Comments”. Mit der Suchfunktion kannst du den betreffenden Kommentar finden. Nimm einen Screenshot von dieser Seite auf.
2. Schritt: Speichern der Webseiten-Links (URL)
Zusätzlich zum Screenshot müssen die Links zu den Webseiten kopiert und gespeichert werden. Wenn es einen Ausgangspost gibt auf den sich der Hasskommentar bezieht, benötigen wir sowohl den Link zum Hasskommentar als auch den Link zum Ausgangspost.
Bei Facebook kannst du die Links wie folgt speichern:
- Link zum Ausgangsposts kopieren: Mache einen Rechtsklick auf die Zeitangabe, die unter dem Namen des Verfassers des Ausgangsposts steht, und wähle „Link Adresse kopieren“. Jetzt kannst du den Link überall einfügen und speichern (bspw. in eine Word-Datei). Hier ein Beispiel:
2. Link zum Hasskommentar kopieren: Um den Link zum Hasskommentar zu kopieren musst du einen Rechtsklick auf die Zeitangabe des Kommentars machen und wie oben beschrieben auf „Link Adresse kopieren“ gehen. Hier ein Beispiel:
3. Sichern der Webseite
Als weiteren Schritt ist es wichtig die Webseite zu sichern, um den gesamten Diskussionsverlauf (beispielsweise in der Kommentarspalte) zu dokumentieren.
Eine Webseite kann als PDF-Dokument gespeichert werden. Je nach Browser funktioniert das Speichern anders. Wir empfehlen dir den Google Chrome-Browser zu nutzen, da dieser das PDF-Dokument automatisch mit der URL der Webseite sowie dem Erstellungsdatum erstellt.
So funktioniert das Sichern der Webseite als PDF-Dokument im Chrome Browser:
Datei → Drucken → Ziel: „Als PDF speichern“ → Speichern.
4. Sichern des Täterprofils
Das Profil des Täters muss ebenfalls gesichert werden. Mit einem Klick auf den Namen oder das Profilbild gelangst du zum Profil der Person.
Sichere den Link zu dem Profil und nimm einen Screenshot des Profils auf.
5. Meldeformular ausfüllen
Reiche alles in unserem Meldeformular ein.
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